eBike Test 2015 – die aktuellen Pedelecs und E-Bikes

Nachdem das Jahr 2014 schon das bisher erfolgreichste eBike-Jahr war, sollen die Verkaufszahlen für eBikes auch im Jahr 2015 weiter steigen. Alle großen Hersteller von Pedelecs und eBikes haben neue elektro Fahrradmodelle für dieses Jahr vorgestellt. Auf eBike-Test.eu helfen wir Ihnen den Überblick über die aktuellen Modelle von Kettler, Cube, Prophete und Flyer zu behalten. In unseren Tests greifen wir auf unsere eigene Erfahrung und die Meinung von bekannten Testlaboren, wie der Stiftung Warentest oder dem Fachmagazin ElektroRad zurück.

Preis-/Leistung Testsieger 2015

Prophete Navigator 3.0 eBike

Prophete Navigator 3.0 Mittelmotor eBike Testsieger

  • extrem gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Anfahrhilfe
  • Als Trekking- & Citypedelec erhältlich
  • sehr zuverlässige Technik
  • lange Reichweite

Prophete Navigator 4.0 eBike

Prophete Navigator 4.0 Mittelmotor eBike mit Rücktritt

  • Mittelmotor mit Rücktrittbremse
  • Anfahrhilfe
  • lange Akkulaufzeit
  • preiswerte Ersatzakkus
  • schickes Design

Haibike XDURO Trekking PRO

61ejcGbpB2L._SL1000_[1]

  • Bosch Mittelmotor Performance Serie
  • extreme Akkustärke mit 400Wh
  • Bosch Nyon Bordcomputer mit GPS
  • SRAM Dual Drive 27 Gang Schaltung
  • extrem starkes Design

 

Ratgeber zum eBike-Kauf:

Was sind die Vor- und Nachteile der eBike Motoren?

  • Vorderradmotor bei eBikes
    Vorderradmotoren werden in erster Linie bei billigen eBikes eingesetzt. Die Motoren sind sehr preiswert und lassen sich sehr leicht in Elektrofahrräder verbauen. Daher gibt es viele Discounter-Pedelecs, bei denen Vorderradmotoren zum Einsatz kommen. Vorderradmotoren hab meist recht wenig Leistung und sind für große Touren nicht sehr gut geeignet. Es gibt aber eine Fangemeinde, die gerne mit eBikes mit Vorderradmotoren unterwegs ist. Man muss bei diesen Motoren nur ganz leicht in die Pedale treten und das eBike fährt mit der eingestellten Geschwindigkeit mit minimaler Kraftanstrengung. Das gefällt besonders unsportlichen Fahrern.
  • Hinterradmotor für Pedelecs
    Der Hinterradmotor ist meistens etwas preiswerter als der Mittelmotor. Die Qualität des Hinterradantriebs hängt sehr stark von der verwendeten Steuerung. Meist hat der Hinterradmotor etwas weniger Reichweite als ein Mittelmotor, dafür haben Pedelcs mit Hinterradantrieb in den Pedelec-Tests mehr „Biss“. Das ist für gemütliches Tourenfahren am Rheinufer nicht unbedingt wichtig, aber es macht gerade bei Elektro-Mountainbikes sehr viel Spaß.
  • Mittelmotor für eBikes
    Bei hochwertigen eBikes kommt fast immer ein Mittelmotor zum Einsatz. Dieser gibt die Kraft genau an der Stelle ab, an der man als „normaler“ Radler auch tritt und ist vom Fahrgefühl die natürlichste Antriebsart für Elektrofahrräder. Die Tretunterstützung wird meisten prozentual zum eigenen Kraftaufwand eingestellt und ist in mehreren Stufen wählbar. Auch das führt dazu, dass das Fahrgefühl beim Mittelmotor-Bikes besonders natürlich ist. Viele Fahrräder nutzen die Motoren von Bosch und Panasonic, es gibt jedoch auch gute und preiswertere, wie zum Beispiel die Bafang-Mittelmotoren, die bei Prophete Mittelmotor eBikes eingesetzt werden.



 Ratgeber: Gute E-Bike Hersteller in Deutschland

Kettler E-Bike Tests

Kettler gehört zu den deutschen Traditionsherstellern und ist eine der bekanntesten Qualitätsmarken für eBikes und Fahrräder. Immer wieder bestätigen Tests die Qualität der Kettler Fahrräder. In einem großen Pedelec Test, den die Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC im Jahr 2013 durchgeführt hat, hat das Kettler OBRA RT das Testurteil gut erhalten. Damit stellte das Kettler Fahrrad eine Ausnahme dar, nur zwei von 16 getesteten Pedelcs erhielten das begehrte „Stiftung Warentest: gut“

Haibike E-Bike Tests

Haibike eBikes konzentriert sich auf besonders hochwertige Trekking und Mountain eBikes mit einem besonderen Anspruch nach Power. Die Bikes der Firma Haibike schneiden bei Pedelec test regelmäßig bestens ab. Zuletzt wurde das stylische Haibike XDURO RX 29 von der Fachzeitschrift „AktivRadfahren“ mit einem „sehr gut“ bewertet. Haibike setzt bei den Antrieben seiner eBikes in erster Linie auf die hochwertigen Antriebe aus der BOSCH „Performance“ Serie.

Prophete E-Bike Tests

Prophete hat viele Jahre billige Fahrräder und eBikes für Discounter, wie Lidl und Aldi, aber auch für Baumärkte produziert. Diesem Bereich ist der Fahrradhersteller mit über 100-jähriger Tradition zwar treu geblieben, allerdings hat Prophete im eBike-Bereich eine massive Qualitäts- und Innovationsoffensive in den letzten Jahren gestartet. Mit den Prophete Navigator e-novation hat Prophete im Jahr 2012 das Mittelmotor-eBike auch für den kleineren Geldbeutel möglich gemacht. 2014 war ein Mittelmotor-eBike des Herstellers auch bei Aldi unter dem Namen Cyco zu bekommen.  

Ratgeber: Die richtige Fahrrad-Art finden?

  • Elektro-Mountainbike
    Ein E-Mountainbike? Sind die denn verrückt, wer Mountainbike fährt hat doch die Power selber zu treten! So denken viele bei dem ersten Gedanken an ein eMTB. Doch in der Tat werden E-Mountainbikes immer beliebter. Es macht einfach Spaß mit einem eMTB die Berge mit weniger Kraftanstrengung hochzufahren und dann Berg runter so richtig Gas zu geben. Die Elektromountainbikes haben meistens einen Mittelmotor, es gibt auch relativ viele eMTBs mit Heckmotor. Sehr aktiv sind die Hersteller Haibike und Rex bei elektrischen Mountainbikes. Viele Infos zu eMountainbikes finden Sie bei e-mountainbike-test.de
  • Elektro-Citybike:
    Zu den E-Citybikes gehören neben den ganz billigen „Hausfrauenmodellen“ auch richtig schicke Fahrräder mit hochwertigen Motoren. Die Billigmodelle kommen in der Regel mit einem Vorderradmotor in die Märkte und kosten häufig zwischen EUR 600,00 und EUR 900,00. Als Testsieger scheiden die ganz billigen Modelle bei uns jedoch aus, da wir 24 Volt Motoren für nicht mehr zeitgemäß halten. Aber auch viele Hersteller hochwertiger eBikes produzieren bequeme City-Varianten ihrer eBikes. Ein typisches Beispiel für ein preiswertes und gutes Einsteiger-City-Pedelec ist das Prophete Navigator 1.5 mit Vorderradmotor für weniger als EUR 1000,00. Kettler hat mit seinem hochwertigen OBRA RT Damenrad ein Testsieger Mittelmotor City-Pedelec im Sortiment. Der Preis dieses Modells liegt zwischen EUR 2300,00 und EUR 2999,00. City-Pedelecs gibt es üblicherweise nur als Damenfahrräder.
  • Elektro-Trekkingbikes:
    eTrekkingbikes sind die Tourenbikes unter den E-Bikes. Sie sind für lange Fahrten ausgelegt und in den aller meisten Fällen mit Kettenschaltungen ausgestattet. Dies hat den Vorteil, dass man ein größeres Spektrum an Gängen zur Verfügung hat und genauer zwischen eigener Tretkraft und Motorunterstützung „justieren“ kann. Dadurch verlängert sich die durchschnittliche Reichweite von Pedelecs. Im Gegensatz zu den e-Citybikes gibt es die E-Trekkingbikes in aller Regel als Herrenrad und nicht ganz so häufig als Damenrad. Nichts desto trotz, müssen sich die sportlichen Ladys keine sorgen machen, auch für sie gibt es genug Auswahl. E-Trekkingbikes gibt es in so ziemlich jeder Preisklasse ab EUR 1000,00. Bei den billigeren Modellen wird eher ein Hinterradmotor, bei den hochwertigen E-Bike-Modellen in der Regel ein Mittelmotor eingesetzt.
  • Elektro-Faltbikes:
    Die kleinen E-Falträder sind eine Untergruppe der E-Bikes, die gerade in Städten, aber vor allem bei Campern und Bootsbesitzern beliebt ist. Die E-Bikes lassen sich klein zusammenfalten und sich daher in einer kleinen Heckgarage des Wohnmobils, im Kofferraum des Autos oder in einer Tasche in der U-Bahn transportieren. Die E-Klappräder haben meist eine einfache Nabenschaltung und einen kleinen Akku mit einer relativ kurzen Reichweite. Gute Klapp-E-Bikes gibt es beispielsweise von Gocycle oder Wiese und Müller. Wer wenig fährt und nur geringe Ansprüche an ein Klapp-E-Bike hat, kann auch einen Blick auf die billigen Klapp-E-Bikes werfen.



E-Bike oder Pedelec: Ist das eine Frage?

Immer wieder taucht die Frage auf „Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?“
Eine klare Definition von E-Bike und Pedelec gibt es nicht. Häufig wird bei einem Pedelec von einem E-Bike gesprochen, bei dem man auch ohne Tretunterstützung fahren kann. Diese Art von Fahrrädern ist aber recht selten und müssen nach den geltenden Gesetzen, wie ein Mofa angemeldet werden. Auch der Besitz eines Führerscheins ist für das Fahren mit solchen Bikes vorgeschrieben.
Häufig werden die Begriffe „E-Bike“ und „Pedelec“ einfach als Synonyme verwendet. Dieser Definition haben wir uns als E-Bike-Test angeschlossen, wenn wir von Fahrrädern mit elektronischer Tretunterstützung sprechen.
Sollten Sie auf dieser Seite Informationen zu Fahrrädern finden, die in irgendeiner Form zugelassen werden müssen oder für die ein Führerschein notwendig ist, werden wir das ausdrücklich erwähnen.

Ratgeber: S-Pedelec – Das eBike mit 45 km/h fahren

Die S-Pedelecs sind eine besondere Gattung der E-Bikes, die meisten bis zu 45 km/h Stunde schnell fahren können. Diese E-Bikes dürfen nur mit einem Führerschein und einer Zulassung im Straßenverkehr genutzt werden. Es besteht zudem Versicherungspflicht. Die meisten dieser S-Pedelecs können, genau wie normale E-Bikes, nur mit Tretunterstützung gefahren werden. Auch wenn diese Modelle wie relativ normale Fahrräder aussehen, sind sie schnell wie mache Elektroroller. Bekannte Hersteller von ebikes bis 45km/h sind der Fahrradhersteller Stromer und die Firma blueLABEL. Aufgrund der stärkeren Motoren und der leistungsstarken Akkus, die in der Regel rund 500 Watt haben, sind die 45km/h eBikes deutlich teurer als normale Pedelecs. Neben Akku und Motor müssen bei den 45km/h eBikes auch die Rahmen und die Bremsen an die hohen Geschwindigkeiten angepasst werden.